MEDIZINISCHE KLINIK UND POLIKLINIK I
Gastroenterologie, Hepatologie, Infektiologie, Nephrologie, Endokrinologie, Diabetologie
UNIVERSITÄTSKLINIKUM BONN
Prof. Dr. Christian Strassburg












Barrierefreie Navigation




Tumore - Leberzellkarzinom (Hepatozelluläres Karzinom, HCC)


 
 
 

Kontakt:

Medizinische Klinik und Poliklinik I
Onkologische Gastroenterologie
ZIM, Gebäude 20, EG, Raum 014 und 015

Kathrin Brinkmann
Tel.: +49 (0) 228 287 -17017
mobil: +49 (0) 151 44048541
Fax: +49 (0) 228 287 -11363
kathrin.brinkmann@ukbonn.de

Ansprechpartner:

Oberärztin: PD. Dr. Maria Gonzalez-Carmona

Terminvergabe:

Montag Freitag: 8:00 15:30 Uhr

 
   

Das hepatozelluläre Karzinom (HCC) ist die fünfthäufigste Tumorerkrankung weltweit. Im Gegensatz zu anderen Tumorentitäten entsteht das HCC bei den meisten Patienten auf dem Boden einer Leberzirrhose / Leberfibrose.

Diagnostik

Besonders wichtig ist für die Therapieentscheidung daher eine Leberfunktionsevaluation (Child-Pugh-Status, MELD-Score), aber auch eine leberspezifische Bildgebung: 3-Phasen-Spiral-Computertomographie, MRT-Untersuchung (Kernspintomographie) mit (leberspezifischen) Kontrastmitteln und dynamischer Bilddatenerhebung, native und Kontrastmittel-Ultrasonographie, Knochenszintigraphie (wenn notwendig), US- oder CTgesteuerte Leberbiopsie-Gewinnung, Duplexsonographie, nicht-invasive Steifigkeitsmessung der Leber (Elastographie) und Ösophagogastroduodenoskopie, ggf. Laparoskopie bei unklaren Fällen.

GIT-Konferenz

Das Behandlungskonzept eines Patienten mit einem HCC hängt von der Zahl, Größe und Lokalisation der Leberläsionen, vom Stadium der zugrundeliegenden Lebererkrankung sowie vom Allgemeinzustand ab. Die therapeutische Entscheidung wird immer interdisziplinär im Rahmen unserer GIT-Konferenz Tumorboard) getroffen.

Therapie

HCC entstehen selten in einer gesunden Leber, sondern sind meist mit einer chronischen Lebererkrankung und einer Leberzirrhose assoziiert. Neben der Tumortherapie ist daher die Behandlung der Lebererkrankung von gleichrangiger Bedeutung. Diese erfolgt in Zusammenarbeit mit unserem hepatologischen Schwerpunkt und den Ambulanzen für Lebererkrankungen der Medizinischen Klinik und Poliklinik I. Die Lebertransplantation ist prinzipiell ein optimales Therapiekonzept des HCC, da nicht nur das HCC, sondern auch die zugrunde liegende Lebererkrankung potentiell geheilt werden kann. Während der Wartezeit werden Überbrückungstherapien, wie die Tumorresektion, lokale Ablation oder die transarterielle Chemoembolisation angeboten, um ein Tumorwachstum zu verhindern. Dies wird zusammen mit der Transplantationschirurgie in der Transplantationskonferenz abgesprochen. Die Betreuung der Patienten mit HCC, die für eine Lebertransplantation gelistet sind, wird in Zusammenarbeit mit unserer Leberambulanz bis zur Transplantation durchgeführt. Weitere kurative Optionen, wie die operativen Resektion oder die Radiofrequenzablation, werden in unserer interdisziplinären GIT-Konferenz diskutiert.

Palliative, lokale Therapieverfahren, wie die transarterielle Chemoembolisation (TACE) oder die interne selektive Radiotherapie (SIRT), sowie palliative systemische Therapien mit Sorafenib werden ebenfalls interdisziplinär besprochen. Die Durchführung der Therapien wird in unserer Ambulanz in Kooperation mit unseren Stationen sowie der Radiologie und der Nuklearmedizin des Universitätsklinikums Bonn koordiniert.

Aktuelle Studien für Patienten mit HCC:

Name/Protokoll Phase Beschreibung Status
SORINT
(TS-103)
nicht-interventionelle Kohortenstudie bei Patienten mit HCC im intermediären Stadium (BCLC-B), die mit Sorafenib (Nexavar®) behandelt werden offen
STOP-HCC
(TS-103)
III Multizentrische, random. Studie bei Patienten mit nichtresektablem HCC : SIRT in Kombination mit Sorafenib vs. Sorafenib offen
ETS2101-001
Part 1
I Dosiseskalation von Dexanabinol in Kombination mit Sorafenib Follow up
ETS2101-001
Part 2
II Dexanabinol als Monotherapie nach Versagen der Standardtherapie mit Sorafenib Follow up

Translationale Forschung

Im immunologischen Forschungslabor der Medizinischen Klinik I wird die Bedeutung genetischer Polymorphismen von TLR2 sowie der Inflammasom-IL1-microRNA-Kaskade für die Entstehung der Leberfibrose und des metabolisch/äthyltoxischen Leberzellkarzinoms (HCC) untersucht (Dr. Nischalke/ Prof. Spengler).

Das Labor für Molekulare Therapieforschung der Medizinischen Klinik I beschäftigt sich mit der Entwicklung immunologischer Therapieansätze (Vakzinierung mit Alpha-Fetoproteinexprimierenden, Dendritischen Zellen, Ko-Stimulation mit CD40L, Ansätze von Th1-Zytokine) zur Behandlung des hepatozellulären Karzinoms (HCC), sowie mit der Etablierung klinikrelevanter Mausmodelle des HCC (Dr. Gonzalez-Carmona).

Weitere Forschungsprojekte unserer Klinik beschäftigen sich mit der Rolle von hepatischen Detoxifikationsenzymen (=Entgiftungsenzyme), wie der UDP Glukuronosyltransferase (UGT) und deren genetischen Varianten (z.B. UGT1A-Variante) in der Entgiftung und dem Stoffwechsel von potentiell karzinogenen Substanzen und der Entstehung des hepatozellulären Karzinoms (Prof. C.P. Strassburg).

Weitere Informationen zum Thema Gallengangskarzinom

Patienteninformationen zum Thema Leberzellkarzinom der Deutschen Krebshilfe
http://www.krebshilfe.de/fileadmin/Inhalte/Downloads/PDFs/Blaue_Ratgeber/015_leber_galle.pdf

Aktualisierte S3 Leitlinie Diagnostik und Therapie des hepatozellulären Karzinoms 2013 der DGVS
http://www.dgvs.de/leitlinien/hepatozellulaeres-karzinom/



   
     
     
       





 

Aktuelles

Informationen

Kategorien

 

Veranstaltungen Leistungsberichte Links

 

Studium Bibliothek Impressum
 

     
                                   

© Copyright 2017

      zum Seitenanfang